Deutsche Privatanleger wollen die Welt verbessern - landen im internationalen Vergleich aber nur im Mittelfeld

 

Die größte regelmäßig durchgeführte Studie unter vermögenden Privatanlegern zeigt starke globale Unterschiede: China, Brasilien und die V.A.E. haben die höchsten Akzeptanzraten bei nachhaltigen Investments; die USA und Großbritannien hinken hinterher. Deutschland liegt im Mittelfeld.

 

Die wichtigsten Ergebnisse:

 

- Über 60 % der deutschen Privatanleger wollen die Welt zu einem besseren Ort machen - aber nur etwas mehr als 40 % setzen auf nachhaltige Anlagen in ihrem Portfolio. Das sind deutlich weniger als in den aufstrebenden Volkswirtschaften wie China oder Brasilien. - Vor allem die junge Generation befasst sich mit nachhaltigen Anlagen: Die Gruppe der 18- bis 34-jährigen ist am ehesten daran interessiert, ihr gesamtes Portfolio an ihren persönlichen Werten auszurichten. - Acht von zehn Befragten glauben, dass sich nachhaltige Anlagen nicht negativ auf die Renditen auswirken. Mehr als ein Drittel erwartet, dass sie die traditionellen Anlagen sogar übertreffen. - Bis 2023 wird die Zahl der deutschen Privatanleger steigen, die nachhaltige Anlagen in ihrem Portfolio halten - allerdings deutlich langsamer als bisher.

 

UBS hat heute seinen neusten UBS Investor Watch veröffentlicht. Die aktuelle Ausgabe mit dem Titel "Rendite auf Werte" ist die weltweit größte regelmäßig durchgeführte Studie unter vermögenden Privatanlegern*. Fokus in diesem Jahr ist die Akzeptanz nachhaltiger Investments - also Anlagen, die Umwelt-, Sozial- und Corporate Governance Funktionen in traditionelle Anlageprozesse integrieren, Unternehmen ausschließen, die nicht mit den Werten des Anlegers übereinstimmen, oder direkt auf messbar positive ökologische und soziale Auswirkungen setzen. Im internationalen Vergleich belegt Deutschland einen der mittleren Plätze: Hierzulande halten 42 % der Befragten nachhaltige Anlagen in ihrem Portfolio - deutlich mehr als noch vor fünf Jahren. Dagegen zeigen aufstrebende Volkswirtschaften wie China (60 %), Brasilien (53 %) oder die Vereinigten Arabischen Emirate (53 %) die höchsten Akzeptanzraten für nachhaltige Investments, während Privatanleger in den USA und Großbritannien mit 12 % bzw. 20 % wesentlich zurückhaltender sind.

 

Maximilian Kunkel, Chefanlagestratege für UBS in Deutschland:

 

"Immer mehr deutsche Privatanleger setzen erfreulicherweise auf nachhaltige Anlagen. Die Ergebnisse des Berichts decken sich mit den Erfahrungen, die wir mit unseren Impact-orientierten Instrumenten bei UBS gemacht haben. Deutschland liegt hierbei im internationalen Vergleich bislang aber nur im Mittelfeld, es gibt also noch Luft nach oben. Denn in vielen anderen Bereichen ist Deutschland schließlich Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit. Es gibt noch einige Hürden, die wir angehen müssen, um mehr deutsche Privatanleger von nachhaltigen Anlagen zu überzeugen. Dieses Ziel gilt auch für unser Unternehmen: Wir haben uns dazu verpflichtet, innerhalb der nächsten fünf Jahre 5 Milliarden Dollar an privatem Vermögen zu mobilisieren, um die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen zu unterstützen."

 

Deutsche Privatanleger treffen Anlageentscheidungen auf Basis eigener Werte.

 

Eine deutliche Mehrheit (61 %) der deutschen Privatanleger wollen der Studie zufolge ihre Zeit und Ressourcen nutzen, um die Welt nachhaltiger zu gestalten. Sieben von zehn Befragten (74 %) möchten nur in Unternehmen investieren, die auch ihre Werte vertreten. Vor allem die jüngere Generation befasst sich mit nachhaltigen Anlagen: 86 % der unter 35-Jährigen sind in der Lage, die Bedeutung von nachhaltigen Anlagekonditionen zu erkennen. Bei den 35 bis 50-Jährigen sind es noch 80 %, bei den älteren nur noch knapp über 60 %. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Umstellung des Portfolios auf Nachhaltigkeit. 64 % der unter 35-Jährigen haben Interesse daran, ihr gesamtes Portfolio auf Nachhaltigkeit umzustellen, im Vergleich zu 46 % aller Befragten in Deutschland.

 

Mehr Deutsche wollen in Zukunft auf nachhaltige Investments vertrauen.

 

Über die Hälfte der deutschen Privatanleger (56 %) geht davon aus, dass nachhaltige Anlagen in einem Jahrzehnt die Regel sein werden. 79 % sind davon überzeugt, dass sich solche Anlagen nicht negativ auf die Renditen auswirken und über ein Drittel (37 %) der deutschen Privatanleger erwarten, dass nachhaltige Anlagen die traditionellen übertreffen werden. Die Zahl der deutschen Privatanleger, die nachhaltige Anlagen in ihrem Portfolio halten, wird künftig ebenfalls steigen, wenn auch nicht ganz so schnell wie in anderen Teilen der Welt. Bis 2023 wird ein Wachstum auf 44 %, also um 5 %, erwartet.

 

Privatanleger halten sich wegen unklarer Auswirkungen und verwirrender Begrifflichkeiten zurück.

 

Bei der Auswahl nachhaltiger Investments sehen Privatanleger einige Hindernisse: Häufig genannt wurde die Schwierigkeit, die Auswirkungen der nachhaltigen Investments zu bestimmen (67 %), außerdem halten 65 % der Befragten die Begriffe rund um nachhaltige Anlagen für verwirrend. 64 % der Studienteilnehmer sind der Meinung, dass nachhaltige Anlagen nicht gut genug etabliert sind, während 63 % sich Sorgen machen, dass nachhaltige Anlagen niedrigere Renditen erzielen.

 

 

 

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Bausparkassen leeren Notfallfonds um die Hälfte

 

Viele Immobilienfinanzierer haben Schwierigkeiten / Geschäftsmodell wird riskanter

 

Die Bausparkassen haben ihren einst milliardenschweren Notfallfonds im vergangenen Jahr um gut die Hälfte geleert. Das hat das Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Ausgabe 10/2018, EVT. 20. September) auf der Basis der Geschäftsberichte errechnet. Demnach sanken die Finanzpolster in den Fonds zur "bauspartechnischen Absicherung" im Jahr 2017 von anfangs 1,34 Milliarden Euro auf 637 Millionen Euro. Sollte sich die Entwicklung fortsetzen, wären die meisten Reserven Ende dieses Jahres aufgebraucht.

 

Die Kapital-Erosion zeigt die Probleme vieler Bausparkassen, die unter den niedrigen Zinsen leiden, zugleich aber hohe Zinszusagen aus alten Verträgen erfüllen müssen. Die Notfall-Fonds waren Anfang der 90er Jahre eingerichtet worden, damit die Kunden ihre Darlehen stets schnell ausgezahlt bekommen. Seit 2015 dürfen die Bausparkassen diese Reserven aber auch einsetzen, um Engpässe im laufenden Geschäft abzufedern, die die Niedrigzinsen verursacht haben. Der Verband der privaten Bausparkassen bezeichnet die Entnahmen als Beitrag "zur weiteren Stabilisierung" des Geschäfts.

 

Laut 'Capital' hat die Bauspar-Tochter des Versicherers Debeka ihren Notfall-Fonds inzwischen komplett geleert. Zudem richtet sich die Debeka darauf ein, ihrer Bausparkasse 2019 Kapital nachzuschießen. Auch bei der Postbank-Tochter BHW Bausparkasse, der Aachener Bausparkasse, der Signal-Iduna Bauspar und der Deutscher Ring Bausparkasse sind diese Reserven ganz bzw. fast aufgebraucht, teils sind mit den Notfonds die Erträge aufgebessert worden. Viele Kassen nutzten die Fonds aber auch dafür, ihr Eigenkapital aufzustocken. So buchte etwa Schwäbisch Hall 425 Millionen Euro aus der Reserve um.

 

Das zeigt den grundsätzlichen Wandel der Branche, denn: Mit höherem Eigenkapital können die Kassen mehr Geld über gewöhnliche Immobilien-Kredite vergeben, um halbwegs Geschäft zu machen, während klassische Bauspar-Darlehen derzeit teuer und unbeliebt sind. Wüstenrot etwa hat zwei Milliarden Euro über Bauspar-Darlehen verliehen, aber 17 Milliarden Euro über sogenannte außerkollektive Darlehen. Jedoch sind die gewöhnlichen Immobilien-Kredite riskanter: Sie haben oft ein größeres Volumen als Bauspar-Darlehen, bei denen es häufig nur um einige zehntausend Euro geht.

 

 

 

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Schweizer Banken Report 2018: Digitale Kundenerlebnisse für nachhaltige Ertragsstrukturen 

 

Die Lage des Schweizer Inlandbankenmarktes ist gut; die Aussichten sind gemischt. Langfristig müssen die Banken ihre Ertragsbasis durch Investitionen in digitale Kundenerlebnisse verteidigen. Das zeigt der jährliche Report zur Entwicklung des Schweizer Bankenmarkts der Strategieberatung Oliver Wyman.

 

Die Entwicklung in der Vergangenheit ist keine Gewähr für die Zukunft. Und diese wird bestimmt durch sinkende Margen im Zinsgeschäft - mit dem Banken noch immer einen Grossteil ihrer Erträge erwirtschaften - und steigende Kosten. Zusätzlich zur ungünstigen Entwicklung der Ertrags-Kostenschere treten neue Wettbewerber in den Markt. Sie markieren den Beginn eines verstärkten nationalen Wettbewerbs. Schweizer Banken sind gut beraten, ihr digitales Angebot zügig weiter auszubauen, wie der aktuelle «Schweizer Banken Report 2018» von Oliver Wyman zeigt.

 

Neue digitale Banken bieten ihren Kunden heute schon Produkte und Dienstleistungen von der Kontoeröffnung bis hin zur Genehmigung eines Konsumkredits zu attraktiven Konditionen online an. Noch haben diese Banken ein beschränktes Angebot und wesentlich weniger (Retail-)Kunden als ihre eingesessenen Wettbewerber. Aber die Beispiele von N26 aus Deutschland und Revolut aus Grossbritannien zeigen, dass erfolgreiche Herausforderer mit schlanken Kostenstrukturen ihre Produkte und Dienstleistungen weit günstiger beziehungsweise kostenlos anbieten können, was sich in hohen Wachstumsraten dieser Herausforderer niederschlägt. Aber auch im Geschäft mit institutionellen und Firmenkunden gibt es entsprechende Entwicklungen, wie zum Beispiel Kredit-Plattformen wie Loanboox, Instimatch oder Cosmofunding zeigen.

 

Das Kundenerlebnis entscheidet über den Erfolg

 

Die grossen Technologiefirmen Amazon, Apple, Facebook und Google haben die Art und Weise, wie Kunden Informationen, Dienstleistungen und Produkte beziehen und nutzen, revolutioniert. Die «Big Techs» und auch erfolgreiche FinTechs oder Innovatoren im Bankensektor setzen den Fokus besonders auf das Kundenerlebnis, die Erfahrung des Kunden im Umgang mit dem Anbieter.

 

Entscheidend für eine nachhaltige Ertragsbasis ist es, ein positives Kundenerlebnis zu schaffen. Gleichzeitig müssen Betriebsmodelle und Kostenstrukturen radikaler überarbeitet werden, die wiederum über Prozesseffizienz massgeblichen Einfluss auf das Kundenerlebnis haben. Denn wem der Kunde gehört, dem gehört das Geschäft. Investitionen in diese weitgehend digital basierte Schnittstelle sind teuer, lohnenswert - und unvermeidlich. Dies gilt für alle Kundensegmente: Retail-Kunden, vermögende Privatkunden sowie institutionelle und Firmenkunden, wie der Report ausleuchtet.

 

Banken sind in der neuen Welt digitalisierter Angebote nicht mehr zwingend die Herren der Kundenschnittstelle, wie man am Vordringen anderer IT-getriebener Anbieter in den Bankenmarkt sieht. Noch ist der im europäischen Vergleich relativ kleine Schweizer Markt nicht im Fokus der grossen digitalen Anbieter aus dem Ausland. Dies wird sich jedoch ändern, sind sich die Oliver Wyman-Berater sicher. Hinzu kommen zusätzlich neue, digitale Schweizer Anbieter. «All dies wird der Beginn eines verstärkten nationalen Wettbewerbs sein», sagt Tobias Würgler, Partner bei Oliver Wyman und Co-Autor des Reports. Entscheidend für Schweizer Banken ist daher, ihre Ertragsbasis zu stärken und die Kostenstruktur anzupassen. «Dreh- und Angelpunkt einer Verbesserung der Ertragssituation der Schweizer Inlandbanken ist die Stärkung der Kundenbasis. Passgenaue Produkte, ein attraktiver leichter Zugang zu Bankdienstleistungen, all das resultiert in einer positiven Service-Erfahrung der Kunden mit ihrer Bank», meint Tobias Würgler.

 

 

 

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Banken und Fintechs: Verschmelzen statt Verdrängen 

 

Die Grenzen zwischen klassischen Banken und Fintechs verschwimmen. Das liegt an einer klaren Strategie, die die Mehrheit der Kreditinstitute verfolgt. 64 Prozent der Banken arbeiten in irgendeiner Form mit einem Fintech zusammen. Mehr als jedes vierte Institut hat ein eigenes Start-up gegründet, 30 Prozent planen eine Fintech-Einheit. Ziel der etablierten Banken ist, disruptive Verdrängungseffekte zu vermeiden. Zudem wollen sie Probleme mit der rückständigen eigenen IT durch das Auslagern von Aufgaben lösen. Das sind Ergebnisse der Studie "Branchenkompass Banking 2018" von Sopra Steria Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

 

Viele Banken haben ihre Einstellung gegenüber Start-ups aus dem Finanzsektor in den vergangen zwei Jahren verändert. 2016 sah knapp ein Viertel der Bankentscheider einen Vorteil darin, Fintechs zu kaufen oder ihre Lösungen zu integrieren. 2018 arbeitet die Mehrheit mit einem oder mehreren Fintechs zusammen (30 Prozent), ist finanziell beteiligt (21 Prozent) oder hat selbst ein Start-up gegründet (28 Prozent). "Der technologische Aufholdruck ist groß. Die Banken haben einsehen müssen, dass es zu lange dauert, bis die eigene IT und digitale Innovationen soweit sind, bis sie mit Fintech-Architekturen mithalten können. Deswegen ist eine logische Folge, dass die Branche von Konfrontation auf Kooperation umgeschwenkt ist", sagt Matthias Frerichs, Leiter Digital Banking von Sopra Steria Consulting.

 

Fintechs entwickeln gezielt für Banken

 

Umgekehrt sind Fintechs aufgrund der oftmals fehlenden Banklizenz in vielen Fällen auf die Zusammenarbeit mit etablierten Banken angewiesen - was für beide Seiten Vorteile haben kann. 42 Prozent der Bankentscheider erwarten durch die mit Hilfe von Fintechs vorangetriebene Modernisierung an der Kundenschnittstelle eine Stärkung des eigenen Geschäfts. Einige Fintechs stellen hierfür gezielt ergänzende Technologien und Services für Banken bereit. IDNow, das Personenidentifikationen und Vertragsunterschriften per Videochat anbietet, liefert zum Beispiel mit seinem Angebot einen Baustein in der Wertschöpfungskette der Banken.

 

Andere Fintech-Unternehmen spezialisieren sich auf Hilfestellung für Banken in puncto Effizienz. Sie verkaufen zusätzliche Dienstleistungen, deren Entwicklung durch die Banken aufgrund der komplexen Unternehmensstrukturen langwierig und aufwendig wäre. Der Anbieter Gini bietet beispielsweise durch seine Services zusätzliche Geschäftsprozesse. Das Start-up extrahiert Daten aus Fotos und Scans. Dadurch können Bankkunden eine im Voraus ausgefüllte Überweisungsmaske im Online Banking verwenden. 47 Prozent der befragten Bankentscheider sehen in der Effizienzsteigerung bei Prozessen und im Backoffice das größte Potenzial einer Zusammenarbeit mit Fintechs.

 

Gemeinsam gegen GAFA und BAT

 

Die Coopetition-Strategie bei Banken und Fintechs kommt nicht von ungefähr. Beide Seiten wollen verhindern, dass ihnen die Tech-Unternehmen aus den USA und aus Fernost Geschäft streitig machen. Mehr als jeder dritte Bankmanager sieht diese Plattformen als Konkurrenz durch ihre wachsende Kundenmacht. Mit Baidu, Alibaba und Tencent (BAT) wollen zudem drei Internetfirmen aus China den Bankenmarkt in Deutschland und Europa aufrollen.

 

Konkurrenten beim Kundenzugang

 

Bei aller Zusammenarbeit: Banken und Fintechs bleiben grundsätzlich Wettbewerber, wenn es um den Kontakt zum Kunden geht. Start-ups, die durch kundenzentrierte, preisgünstige Lösungen in direkte Konkurrenz zu etablierten Kreditinstituten treten, suchen häufig Partner aus dem klassischen Banking, die dann lediglich als reiner Infrastrukturanbieter fungieren. Ein Beispiel dafür sind Peer-to-Peer-Kreditvergabeplattformen, die Kredite zwischen Privatpersonen vermitteln und Banken nur noch als Abwickler benötigen. Hier verlieren die klassischen Finanzinstitute den Kundenzugang. Auxmoney behauptet sich erfolgreich mit diesem Geschäftsmodell. Aber auch Paypal reduziert die Bank auf eine Rolle als reiner Abwickler.

 

"Banken sind gefordert, Ausrichtung und Geschäftsmodell zu schärfen. Die Beteiligungen an mehreren kleinen statt großen Fintechs sowie Neugründungen eigener Start-ups wie im Juni die Code Factory der DKB Bank deuten darauf hin, dass viele Banken auf ein Verschmelzen setzen, um sich langfristig als Tech-Bank oder Internetplattform mit Banklizenz aufzustellen", sagt Matthias Frerichs von Sopra Steria Consulting.

 

 

 

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Immobilienkäufer in Deutschland gehen höhere Risiken ein 

 

Kreditanteil bei Wohnungsfinanzierungen steigt, Tilgungsraten sinken / Ökonomen warnen vor hohen Belastungen

 

Angesichts weiter steigender Wohungspreise gehen die Deutschen bei der Finanzierung ihrer Immobilien immer größere Risiken ein. Das geht aus den Daten der Europace-Kreditplattform hervor, der größten deutschen Transaktionsplattform für Immobilienkredite, die das Wirtschaftsmagazin 'Capital' für seinen jüngsten "Immobilienkompass" ausgewertet hat (Ausgabe 9/2018). Der Plattform sind rund 300 Banken angeschlossen. Demnach ist der Darlehensanteil an einem Bau oder Immoblienkauf im Juli auf im Schnitt knapp 82 Prozent gestiegen - das ist der höchste Wert seit Beginn des Immobilienbooms im Jahr 2009 und rund fünf Prozentpunkte mehr als Anfang 2017. Die durchschnittlichen Tilgungsraten sind dagegen auf zuletzt knapp 2,8 Prozent gesunken. Im Sommer 2016 lag die Tilgungsrate im Schnitt noch bei rund 3,2 Prozent.

 

Die Entwicklung sorgt nun auch die ersten Immobilien-Ökonomen. "Allem Gerede von der reichen Erben-Generation zum Trotz stagnieren die Eigenmittel beim Kauf, und auch der Anteil der 100-Prozent-Finanzierungen steigt seit 2013 wieder leicht an", warnt etwa DZ-Bank-Ökonom Thorsten Lange. Hinter historisch betrachtet noch akzeptablen Durchschnittswerten verbergen sich seiner Meinung nach viele sehr optimistische Modelle. "Die Hälfte der Kreditnehmer bringt maximal 20 Prozent Eigenmittel auf, und rund zwei Drittel tilgt mit nicht mehr als zwei Prozent", sagt Lange. Bei der aktuellen Zinslage hat ein Kreditnehmer bei anfänglich zwei Prozent Tilgung eines Annuitäten-Darlehens zum Ende der Zinsfestschreibung erst ein Fünftel der Restschuld abgetragen.

 

Die aktuellen Daten widersprechen der landläufigen Einschätzung der meisten Experten, trotz steigender Preise finanzierten die Deutschen ihre Immobilien ausgesprochen solide und brächten immer noch viel Eigenkapital für den Wohnungskauf oder -bau mit. Zugleich wirft der Trend zu höheren Krediten und geringeren Tilgungen ein Schlaglicht auf das Dilemma vieler Immobilien-Suchenden: Jahrelang konnten die sinkenden Zinsen für Baugeld die Preisanstiege für Immobilien abpuffern. Dieser Effekt fällt nun weg, seit rund zwei Jahren pendeln die Zinsen für Baugeld mit zehnjähriger Zinsfestschreibung zwischen 1,2 und 1,5 Prozent, während die Immobilienpreise gerade in Metropolen weiter steigen, wie auch aus dem "Capital-Immobilienkompass" hervor geht.

 

 

 

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AIG erhöht die Prämien für D&O Risiken in Deutschland 

 

Ausgaben stärker gestiegen als erwartet

 

AIG nimmt Anpassungen an der Preisstruktur der Managerhaftpflichtversicherung vor. Für den Bereich D&O, in dem AIG in Deutschland zu den markführenden Versicherern gehört, sind die Ausgaben stärker gestiegen als erwartet. Daher plant der Versicherer für 2019 Prämienerhöhungen von 10 Prozent auf den Gesamtbestand.

 

„Wir werden die Prämien nicht pauschal für alle Kunden erhöhen“, konkretisiert Nepomuk Loesti, Head of Financial Lines and Client Engagement der AIG in der DACH-Region. „Wir haben uns die Verträge sowohl im Einzelnen als auch auf Portfolioebene angesehen und werden primär dort erhöhen, wo die Schadenquoten besonders hoch sind, um Einnahmen und Schadenzahlungen wieder in ein gesundes Verhältnis zu setzen. Besonders im Großkundenbereich mit stark internationalem Engagement ist die Situation derzeit sehr herausfordernd.“

 

Die Rahmenbedingungen für die D&O Versicherung haben sich in den letzten Jahren stark verändert, Schadenquoten sind in der Folge kontinuierlich gestiegen. Als Gründe sind hierfür u.a. neue Gesetze mit Haftungsverschärfungen zu nennen. Grundsätzlich ist die Anzahl der Klagen von Unternehmen gegen Vorstände und Geschäftsführer im Innenverhältnis bei gleichbleibendem Prämienniveau deutlich gestiegen. Ein Marktumfeld, das von einem starken Anstieg an Übernahmen geprägt ist, die ein entsprechendes D&O Haftungsrisiko mit sich bringen, kommt als weiterer Risikobereich hinzu. Des Weiteren gibt es unter deutschen D&O Policen eine Zunahme an Schadenfällen mit Auslandsbezug – hierbei sind insbesondere Schäden in Common Law Ländern zu verzeichnen.

 

Diese Gemengelage begünstigt immer häufigere sowie wesentlich komplexere Schadensfälle als noch vor ein paar Jahren. Die Folge: Ein starker Anstieg der Kosten, um die Verteidigung der Manager sicherzustellen.

 

„Wir sehen, dass sich einige Versicherer bereits jetzt aus dem D&O Markt zurückgezogen haben. In den letzten Monaten haben wir zudem mit Blick auf Verhandlungen von Vergleichen von Schadenfällen innerhalb der Versicherungskonsortien festgestellt, dass sich die Beteiligungsbereitschaft bei einigen Marktteilnehmern erheblich verringert hat. Dieser Trend sollte nicht nur Einkäufern von hohen Kapazitäten zu denken geben“, so Loesti.

 

Das Ziel der AIG ist es jedoch, für ihre Kunden ein langfristiger Partner zu sein, der auf alle zukünftigen Entwicklungen und Risiken bestmöglich reagieren kann. „Wir stehen weiterhin zum deutschen D&O Markt“, betont Nepomuk Loesti. Um dies bei gleichbleibender Qualität zu gewährleisten, hat der Versicherer sich nun dazu entschieden, im kommenden Jahr Prämienerhöhungen für die D&O Versicherung umzusetzen. Vor über 30 Jahren hat AIG als einer der ersten Versicherer die D&O Versicherung in Deutschland eingeführt und verfügt so über jahrzehntelange Erfahrung im Underwriting sowie in der Schadenbearbeitung der Managerhaftpflicht.

 

 

 

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AIG Europe Limited, Direktion für Deutschland, Neue Mainzer Straße 46 – 50, 60311 Frankfurt, Tel +49 69 97113-492, www.aig.com

 

 

Allianz: Wir wachsen durch Vereinfachung und Innovation 

 

Dr. Klaus­-Peter Röhler ist seit Jahresbeginn Vorstandsvorsitzender der Allianz Deutschland AG. Im Interview spricht er über die Ergebnisse des ersten Halbjahres 2018, die Bedeutung von Digitalisierung und Teamgeist sowie die Rolle der Ländergesellschaften im internationalen Konzern.

 

Herr Dr. Röhler, Sie sind seit knapp acht Monaten Vorstandsvorsitzender der Allianz Deutschland. Wie lautet Ihr Fazit?

 

Zunächst einmal freue ich mich, dass wir ein sehr gutes erstes Halbjahr hingelegt haben. Wir sind abermals in allen drei Sparten profitabel gewachsen. Besonders erfreulich ist, dass nicht nur unsere Lebens­, sondern auch unsere Sachversicherung erstmals seit langer Zeit über dem Marktdurchschnitt zugelegt hat. Das ist ein toller Erfolg und eine echte Teamleistung unserer Mitarbeiter und Vertreter. Und es beweist: Unsere Strategie, mit konsequenter Vereinfachung und Digitalisierung produktiver zu werden und zu wachsen, geht auf.

 

Warum ist die Vereinfachung so wichtig?

 

Digitalisierung setzt Vereinfachung voraus. Sie können nicht einfach die bisherigen, zum Teil komplexen Produkte und Prozesse digitalisieren. Sie müssen zuerst vereinfachen, dann digitalisieren. Nur so können wir unsere Produktivität steigern und Wachstumsimpulse setzen.

 Ein Beispiel: Im Schaden­ oder Leistungsfall benötigen wir viele Informationen von Kunden oder Geschädigten. Hier prüfen wir, wie wir mit deutlich weniger Formularen und Gutachten arbeiten und längere Briefwechsel vermeiden können. Das ist wesentlich kundenfreundlicher und gleichzeitig produktiver. Diese Produktivitätsgewinne können wir in Form besserer Preise oder Services an den Kunden weitergeben. Die Zahlen zum ersten Halbjahr spiegeln das Feedback unserer Kunden und zeigen: Die Richtung stimmt.

 

Mit welchen neuen Services und Produkten können wir rechnen?

 

Mit der Erfahrung aus der erfolgreichen neuen Autoversicherung gestalten wir die Angebote für Kfz­-Kleinflotten sowie perspektivisch auch für den PrivatSchutz neu. Unsere Lebensversicherung geht mit der neuen Zukunftsvorsorge Fourmore einen radikal neuen Weg mit einem hohen Maß an Flexibilität des Angebots, digitaler Transparenz und einfachen Prozessen. Und in der Krankenversicherung führen wir eine digitale Gesundheitsakte ein, mit der Sie Ihre persönlichen Gesundheitsdaten in einer App einfach und sicher verwalten und mit Ihrem Arzt oder Krankenhaus teilen können.

 

Mit derartigen Innovationen werden wir für unsere Kunden attraktiver. Und die Zusammenarbeit mit unseren Bankkooperationspartnern ebenso wie unsere künftige Partnerschaft mit dem ADAC zeigen, dass dies auch für neue Kooperationspartner gilt. Verkürzt ausgedrückt: Wir wachsen durch Vereinfachung und Innovation.

 

Welche Rolle sehen Sie für die Allianz Deutschland im internationalen Kontext der Allianz Gruppe?

 

Als größte Landesgesellschaft tragen wir natürlich zur Wertgenerierung der Gruppe spürbar bei. Darüber hinaus sehe ich Deutschland als Impulsgeber und Vorreiter. Zum Beispiel kann unsere digitale Gesundheitsakte international eingesetzt werden, da wir sie von vornherein mehrsprachenfähig angelegt haben. Die Zukunftsvorsorge Fourmore läuft auf einer international nutzbaren Plattform. Nicht zuletzt wollen die spanischen und italienischen Kollegen das Altersvorsorgekonzept Perspektive einführen, die österreichischen unsere Berufsunfähigkeitsversicherung.

 

Und auch wir lernen von anderen Allianz Gesellschaften. In der Sachversicherung arbeiten wir zum Beispiel gemeinsam mit der Allianz SE und vielen europäischen und lateinamerikanischen Ländergesellschaften an Produktbaukästen, die die gesamte Allianz Gruppe nutzen kann. Klar ist: Durch das Teilen von Know­how, Produkten und Plattformen werden wir stärker und schaffen Skaleneffekte. Denn wir sind mehr als eine Gruppe,­ wir sind ein Team.

 

 

 

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Allianz Deutschland AG, Königinstr. 28, D-­80802 München, Tel.: 0049 89 3800­0, Fax: 0049 89 3800­3425, www.allianz.de

 

 

Anleger bleiben vorsichtig 

 

Marktkommentar von Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel

 

Diese Woche begann entspannt mit einer leichten Erholung der Aktienmarktnotierungen. Die Anleger bleiben aber vorsichtig. Davon zeugen die nach wie vor festen Notierungen der sicheren Häfen Schweizer Franken, Yen und Bundesanleihen. Letztere rentieren bei 10 Jahren Restlaufzeit noch immer bei nur 0,3 Prozent p.a. Schließlich ist weiter offen, ob die Vertrauenskrise der Türkischen Lira nicht doch auch andere Schwellenländerwährungen in Mitleidenschaft zieht. Zudem steht am Donnerstag die nächste Runde der gegenseitigen Zollerhebungen zwischen den USA und China auf der Agenda. Auch vom internationalen Notenbank­-Treffen in Jackson Hole dürften kaum positive Impulse ausgehen. Nachteilig für Anleger könnte sich die Diskussion auswirken, ob der laufende Handelskrieg zu steigenden Preisen führt. Sollten ­ zumindest für die USA ­ steigende inflationäre Gefahren angedeutet werden, könnte die Befürchtung stärker steigender US­Leitzinsen die Aktienkurse deckeln. Zurückhaltendes Agieren an den internationalen Börsen bleibt aktuell sinnvoll.

 

 

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DONNER & REUSCHEL AG , Privatbank seit 1798 , Ballindamm 27, D­-20095 Hamburg, Tel.: (040) 30 217 5337, Fax: (040) 30 217 5600, www.donner-­reuschel.de

 

Halbjahresbilanz: Investmentfonds sammeln 51 Milliarden Euro ein 

 

Geschlossene Fonds: institutionelles Geschäft im Fokus

 

 

Investmentfonds flossen im ersten Halbjahr netto 50,7 Milliarden Euro neue Mittel zu. Den Großteil steuerten offene Spezialfonds mit 39,4 Milliarden Euro bei. Offene Publikumsfonds sammelten 10,5 Milliarden Euro ein. Geschlossene Fonds erzielten netto 0,8 Milliarden Euro. Aus freien Mandaten zogen institutionelle Anleger 10,8 Milliarden Euro ab. Die Fondsbranche verwaltete Ende Juni 2018 ein Vermögen von über 3 Billionen Euro.

 

Altersvorsorgeeinrichtungen bauen Anteil am Spezialfondsvermögen aus

 

Bei den offenen Spezialfonds führten Altersvorsorgeeinrichtungen, zum Beispiel Pensionskassen und Versorgungswerke, wie in den beiden Vorjahren die Absatzliste an. Sie vertrauten den Fonds von Anfang Januar bis Ende Juni 2018 netto 12,1 Milliarden Euro neue Mittel an. Das ist etwa ein Drittel des Neugeschäfts von Spezialfonds. Gemessen am Gesamtvermögen der Spezialfonds in Höhe von 1,6 Billionen Euro ist der Anteil von Altersvorsorgeeinrichtungen seit Ende 2016 von 22 Prozent auf 28 Prozent gestiegen. Die volumengrößte Anlegergruppe sind weiterhin Versicherungsgesellschaften. Sie haben ein Vermögen von 556 Milliarden Euro angelegt. Ihr Anteil ist seit Ende 2016 von 37 Prozent auf 34 Prozent gesunken.

 

Mischfonds führen Absatzliste der Publikumsfonds seit 2013 an

 

Mischfonds führen die Absatzliste der offenen Publikumsfonds im sechsten Jahr in Folge an. Sie sammelten im ersten Halbjahr 2018 netto 12,2 Milliarden Euro ein. Wie im Vorjahr standen Produkte, die zu gleichen Teilen in Aktien und Anleihen anlegen, mit 8,8 Milliarden Euro im Fokus.

 

Immobilienfonds erzielten Zuflüsse von 2,7 Milliarden Euro. Aktienfonds sammelten 1,2 Milliarden Euro ein. Aus Rentenfonds zogen Anleger netto 2,9 Milliarden Euro ab. Abflüsse verzeichneten insbesondere Fonds mit Unternehmensanleihen (1,9 Milliarden Euro). Zuflüsse erzielten Fonds, die auf Euro-­Anleihen mit längerer Laufzeit setzen (1,6 Milliarden Euro).

 

Geschlossene Fonds verwalten 7 Milliarden Euro

 

Das Netto-­Vermögen geschlossener Fonds ist seit Jahresanfang von 6 Milliarden Euro auf 7 Milliarden Euro gestiegen. Davon entfallen 5 Milliarden Euro auf geschlossene Spezialfonds und 2 Milliarden Euro auf geschlossene Publikumsfonds. Im ersten Halbjahr dominierten Spezialfonds mit 0,7 Milliarden Euro das Neugeschäft. Zum Vergleich: Im gesamten Kalenderjahr 2017 sammelten geschlossene Fonds 2,9 Milliarden Euro ein. Spezialfonds steuerten 2,6 Milliarden Euro bei. Die Statistik, an der auch Gesellschaften teilnehmen können, die nicht Mitglied im BVI sind, berücksichtigt geschlossene Fonds, die nach den Vorschriften des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB) aufgelegt sind, sowie vergleichbare im Ausland aufgelegte Fonds.

 

 

 

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BVI ­ Bundesverband Investment und Asset­Management e.V., Eschenheimer Anlage 28, D-­60318 Frankfurt/Main, Tel.: 069/154090­0, Fax: 069/5971406, www.bvi.de

 

 

Bain­-Studie zum Existenzdruck der Vermögensverwalter 

 

Der Hälfte des Asset­Management ­Markts droht der Kollaps

 

Von der Milliardenmaschine zum Problemfall: Bis 2022 muss sich die Asset­Management ­Branche auf einen deutlichen Profitabilitätsverlust einstellen. Das weltweit verwaltete Vermögen wächst langsamer, die Kosten steigen ­ und in der Folge schrumpfen die Gewinne. Zwischen 2018 und 2022 wird der Ertrag pro verwaltetem Euro Vermögen jedes Jahr im Schnitt um 7 Prozent fallen. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Studie “After the Easy Money Boom, Stark Choices for Asset Managers” der internationalen Managementberatung Bain & Company.

 

“Die Vermögensverwalter haben lange Zeit vom Boom des billigen Geldes und vom Wohlstandswachstum in den aufstrebenden Volkswirtschaften profitiert”, stellt Matthias Memminger, Bain­Partner und Co­Autor der Studie, fest. “Doch der Asset­Management Markt steht vor enormen Veränderungen. Nicht alle Anbieter werden überleben. Und diejenigen, die es schaffen, werden hart arbeiten müssen, um weiterhin profitabel zu sein.”

 

Nach Bain­Analysen unterschätzen viele Vermögensverwalter, wie stark staatliche Regulierung und der Technologiewandel ihr Geschäftsmodell gefährden. Gleiches gilt für das Verhalten der Anleger, das sich fundamental wandelt. Diese vergleichen zunehmend Produkte, Preise sowie Services der Anbieter und entscheiden sich immer seltener für aktiv gemanagte Formen der Geldanlage.

 

Top­Performer erobern den Markt

 

Dieser Marktdruck trifft vor allem die weniger erfolgreichen Vermögensverwalter. Der Bain­Studie zufolge wird die Ertragskluft zwischen den zehn stärksten und den zehn schwächsten Asset­Management­ Playern immer größer. So steigern die Top­Performer ihren Vorsprung bei den Gewinnen bis 2022 auf 13 Basispunkte. Im Jahr 2013 waren es gerade mal 4 Basispunkte. Bei einem verwalteten Vermögen von 300 Milliarden Euro macht dies beim Profit einen Unterschied von gut 400 Millionen Euro pro Jahr aus.

 

Dieses Szenario gilt insbesondere für die Anbieter austauschbarer Standardservices, erklärt Mike Kühnel, Bain­Partner und Co­Autor der Studie: “Vielen kleinen und mittelgroßen Vermögensverwaltern ohne wirkliche Alleinstellungsmerkmale droht das Aus. Und diese Firmen stehen für mehr als 50 Prozent des weltweiten Marktvolumens.” Um diesem “Tal des Todes” zu entkommen, müssen sich die Unternehmen den Marktveränderungen stellen. “Es gilt, sich vom Wettbewerb abzuheben, das Geschäftsmodell zu überarbeiten und festzulegen, welche Zukunftsstrategie für das eigene Unternehmen die Richtige ist”, so Kühnel.

 

Drei Modelllösungen für einen zukünftigen Champion

 

Unterschiedliche Firmengrößen und Geschäftsmodelle verlangen spezifische Lösungen. Asset­Management ­Konzerne, die Kundengelder passiv verwalten, benötigen eine andere Strategie als Anbieter aktiver Fonds oder spezialisierte Nischenspieler. Die Bain­Studie zeigt die Schlüsselkomponenten der verschiedenen Strategien auf, mit denen Vermögensverwalter zum Champion werden können:

 

1. Passive Skalenspieler. Der Siegeszug der Exchange Traded Funds (ETFs) und sonstiger passiver Fonds spült viel Anlagekapital in die Kassen dieser Vermögensverwalter. Erfolgreiche Unternehmen wie Blackrock oder Vanguard schaffen es, ihre Kosten auf eine breite passive Assetbasis zu verteilen, was hohe Profitabilität bedeuten kann. Die Zukunftsstrategie mittelgroßer Anbieter könnte sein, offensiv ihr Geschäftsvolumen zu vergrößern, auch durch Fusionen oder Überkreuzbeteiligungen. In Europa und Asien ist zudem noch Platz für regionale Champions.

 

2. Aktive Skalenspieler. Zahlreiche Kunden setzen auf das Know­how der Anlagespezialisten großer Fondsgesellschaften von Banken und Versicherungen wie beispielsweise Amundi oder auf unabhängige Asset­Manager wie Fidelity. Auch hier sind Fusionen ein vielversprechendes Mittel, um zu wachsen, Kosten zu reduzieren und die eigene Expertise zu erweitern. Bereiche, die nicht zum Kerngeschäft gehören oder margenschwach sind, können hingegen ausgelagert werden.

 

3. Hoch spezialisierte Nischenanbieter. Kunden sind bereit, für gewinnträchtige Spezialstrategien höhere Erfolgsgebühren zu bezahlen. Als besonders Erfolg versprechend erweisen sich Themenfonds für Mobilität und umweltfreundliche Technologien, Investitionen in Bereiche mit sozialer Verantwortung sowie Infrastruktur und Immobilien. Beispiele hierfür sind die Schweizer RobecoSAM, Nordea Asset Management aus Schweden und verschiedene Stiftungsfondsanbieter.

 

Ganz gleich, ob ein Vermögensverwalter eine Volumen­ oder eine Nischenstrategie verfolgt: Er sollte vor jeder Entscheidung acht Kernfaktoren prüfen, die maßgeblich zum Erfolg beitragen und Champions ausmachen. Dazu zählen Produktpalette, Ausweitung der Wertschöpfungskette, Fusionen und Übernahmen, Technologie, Geschäftsmodell, Mitarbeiter sowie Kunden und Vertrieb. Entsprechend der aktuellen und zukünftig angestrebten Marktpositionierung sollten die Asset­Manager in mindestens drei bis fünf dieser Bereiche herausragende Fähigkeiten entwickeln.

 

“Das Ende des billigen Geldes naht”, betont Bain­-Partner Memminger. Deshalb sollten Vermögensverwalter ihre Entscheidung für eine Nischen­ oder eine Skalenstrategie nicht auf die lange Bank schieben. “Jetzt ist der Zeitpunkt festzulegen, welche Geschäftsbereiche gestärkt und welche aufgegeben werden können”, so Memminger weiter. “Wer hier den richtigen Weg einschlägt, wird vom wachsenden globalen Asset­Management­ Markt nachhaltig profitieren können.”

 

 

 

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Bain & Company Germany, Karlsplatz 1, D­-80335 München, Tel.: +49 89 5123 1246, www.bain.com

 

 

eToro vereint Bitcoin und Fußball 

 

Die globale Trading- und Investment-Plattform eToro ist Partnerschaften mit sieben verschiedenen Premier-League-Clubs eingegangen, die im Rahmen dieser Kooperationen in Bitcoin ausgezahlt werden.

 

Damit wird die Plattform zum offiziellen Partner der Clubs Brighton & Hove Albion F.C., Cardiff City F.C., Crystal Palace F.C., Leicester City F.C., Newcastle United F.C., Southampton F.C. sowie Tottenham Hotspur. „Als globale Multi-Asset-Plattform, die neben traditionellen Vermögenswerten auch die wichtigsten Kryptowährungen im Angebot hat, freuen wir uns, gemeinsam mit so vielen Premier-League-Clubs Geschichte zu schreiben als das erste Unternehmen, das jemals eine Premier-League-Partnerschaft in Bitcoin bezahlt hat“, sagt Iqbal Gandham, UK Managing Director bei eToro.

 

Die Partnerschaften markieren einen wichtigen Schritt, um das Potenzial von Kryptowährungen und der zugrundeliegenden Blockchain-Technologie für den Fußball und die Welt des Sports zu nutzen. Die Technologie könnte beispielsweise Abhilfe bei Problematiken im Ticketverkauf schaffen, für mehr Transparenz sorgen und die Echtheit von Merchandise-Artikeln gewährleisten. Als Partner von sieben Premier-League-Clubs wird eToro durch eine breite Palette von Marketing-Möglichkeiten weltweit präsent sein, per LED-Boards an Spieltagen, durch den Zugang zu Spielern, mit Tickets und digitalen Rechten.

 

Die Stimmen der Premier-League-Partner im Überblick:

 

Fran Jones, Head of Partnerships, Tottenham Hotspur F.C.: „Wir bei Tottenham Hotspur haben uns der Technologie und Innovation verschrieben und freuen uns daher, eToro als Partner in einem sich rapide entwickelnden Segment begrüßen zu können.“

 

Paul Barber, Chief Executive, Brighton & Hove Albion F.C.: „In Brighton sind wir stolz darauf, an vorderster Front mit dabei zu sein, neue Technologien und neue Ideen in den Fußball zu bringen. Wir freuen uns, eToro als Partner begrüßen zu können, der uns helfen wird, das Potenzial von Blockchain besser zu verstehen.“

 

Barry Webber, Commercial Director, Crystal Palace F.C.: „Die Blockchain-Technologie eröffnet in allen Geschäftsbereichen aufregende neue Möglichkeiten. Wir freuen uns daher, eToro als Partner begrüßen zu können, damit wir dieses Potenzial im Fußball ausloten können.“

 

Jonathan Gregory, Commercial Director, Leicester City F.C.: „Wir freuen uns, eToro als offiziellen Partner im Klub begrüßen zu dürfen. Es ist aufregend, mit einem so innovativen Branchenführer zusammenzuarbeiten. Ähnlich wie Leicester City ist eToro eine ambitionierte Marke mit einer bedeutenden globalen Reichweite und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit während der gesamten Saison.“

 

David Thomas, Commercial Director, Southampton F.C.: „Wir freuen uns sehr, eToro als Klubpartner begrüßen zu dürfen. Wir freuen uns darauf, mit ihnen zusammenzuarbeiten und mehr über das Potenzial der Kryptowährung und Blockchain-Technologie im Fußball zu erfahren.“

 

 

 

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eToro (Europe) Ltd., Kanika Business centre, ­4046 Germasogia, Limassol, Tel.: +44­866­350­0881, www.eToro.com

 

 

Standhafte Konjunktur schiebt Börse an     

 

Sutor Bank Quartalsausblick

 

Das globale Wirtschaftswachstum zeigt sich stabil, die US­Wirtschaft läuft blendend und der steigende Dollar macht Europas Unternehmen wettbewerbsfähiger. Gute Aussichten also für das zweite Börsenhalbjahr. „Ja, wenn das Störfeuer aus den vielen verunsichernden Krisen nicht zu stark aufbrandet – und auf ausreichende Streuung geachtet wird“, schreibt Dirk Wittich, Kapitalmarktexperte der Sutor Bank, im jüngsten Quartalsbericht.

 

„Auch wenn sich die Stimmungsindikatoren in den letzten Wochen von hohen Niveaus kommend abgeschwächt haben, läuft die Wirtschaft sehr stabil“, sagt Wittich. Gründe für Verunsicherungen bei den Anlegern gab es trotzdem genug: Die Wahlen in Italien mit ihrer langwierigen Regierungsbildung, die Turbulenzen um die Wahlen in der Türkei, in Brasilien die mögliche Entlassung des Ex­ Staatspräsidenten Lula aus der Haft und die Zahlungsschwierigkeiten in Argentinien sorgten für negative Stimmung. „Dazu kommt auch der mittlerweile eskalierende globale Handelskonflikt, der Ängste schürt, dass der freie Welthandel stark gestört wird“, sagt Wittich. Insbesondere die Entwicklung mit einer sich verschärfenden Zollspirale zwischen den USA und China bereitet Sorgen.

 

Der Dax beendete das 2. Quartal bei 12.306 Punkten nachdem er seinen Quartals­Höchststand bei 13.170 Punkten gezeigt hatte. Der marktbreite US Index S&P 500 schloss bei 2.718 Punkten nach einem Höchststand im Quartal von 2.786 Punkten.

 

„Trotz der Widrigkeiten ist das erste Halbjahr wirtschaftlich erfolgreich verlaufen. Knapp 3,5 Prozent weltweites Wirtschaftswachstum sind sehr zufriedenstellend und sollten für die zweite Börsenhalbzeit in diesem Jahr zuversichtlich stimmen“, sagt Wittich.

 

Unterschiedliches Entwicklungstempo

 

So geht es der US­Wirtschaft dank Steuerreform, niedriger Arbeitslosenquote und steigender Ölpreise blendend, die Auswirkungen der aktuellen Handelspolitik werden sich erst später bemerkbar machen. Für das gesamte Jahr 2018 rechnen die Experten mit einem Wirtschaftswachstum von 2,8 Prozent.

 

Die US­Notenbank hat im Juni die Leitzinsen zum siebten Mal in Folge erhöht und für dieses Jahr noch zwei weitere Anhebungen in Aussicht gestellt. Die Zinsdifferenz weitet sich somit zugunsten des US­Dollars aus. Bessere Arbeitsmarktdaten und eine zusätzlich von den Strafzöllen anziehende Inflation machen es möglich.

 

Die Bremsspuren in Europa sind nicht zu übersehen: Der Handelsstreit mit den USA und das Italien­Risiko hinsichtlich der weiteren Entwicklung im Euro­Raum belasten die Stimmung. Auch stellen die gestiegenen Energiepreise eine reale Belastung für die Unternehmen dar. Trotzdem liegen die Wirtschaftsfrühindikatoren weiterhin eindeutig im expansiven Bereich, da die Wirtschaft des Euro­Raums durch die sehr lockere Geldpolitik der EZB weiter angeschoben wird. Die EZB wird die Aufkäufe von Staats­ und Unternehmensanleihen zum Ende des Jahres auslaufen lassen, eine Zinserhöhung vor Herbst 2019 soll es laut EZB­Chef Mario Draghi aber nicht geben. „Die europäischen Unternehmen werden daher weiter wachsen und der erstarkte US­Dollar wird insbesondere die Exportwerte stützen, da die Unternehmen wieder wettbewerbsfähiger im internationalen Vergleich agieren können“, sagt Wittich.

 

In der Ruhe liegt die Kraft

 

Unsere im vergangenen Quartalsbericht gemachte Aussage zu einem Erstarken des US­Dollars erwies sich im Nachhinein als richtig: Der zum Euro wieder stärkere US­Dollar bestätigt uns weiterhin in unserer Beibehaltung der Dollar­Rentengewichtung und lässt uns vom deutlich höheren US­Zinsniveau profitieren. Gerade in unsicheren Zeiten, in denen täglich vermeintlich kursbeeinflussende Nachrichten aufkommen, fällt es jedem Anleger schwer, einen kühlen Kopf zu bewahren. Wichtig ist jedoch, sich bewusst zu machen, dass Verluste des einen die Gewinne des anderen sind, also letztendlich der Saldo gleichbleibt.

 

Durch die Diversifikation über verschiedene Anlageklassen, geografisch segmentierte Märkte und Wertpapiere verschiedener Unternehmensklassen reduzieren wir das Risiko und nutzen die Renditemöglichkeiten in unterschiedlichen Märkten. „Das geduldige Investiert­Bleiben in intelligent gestreute Portfolios zahlt sich langfristig aus durch einen überdurchschnittlichen Ertrag“, sagt Wittich.

 

 

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Sutor Bank, Max Heinr. Sutor oHG, Hermannstr. 46, D-­20095 Hamburg Tel.: 040 82223163, Fax: 040 80801319, www.sutorbank.de

 

 

Digitales Immobilien ­Eigentum

 

Exporo bringt erste Kita­-Anleihe auf den Markt

 

Auf www.exporo.de können Anleger ab sofort in die spannende und nachhaltige Assetklasse der Kita­Immobilien investieren. Bei dem aktuellen Angebot handelt es sich um ein viergeschossiges Geschäfts­ und Wohngebäude mit einer Gewerbeeinheit (Kita), zwei Wohneinheiten und 29 PKW­Stellplätzen im Hamburger Stadtteil Winterhude.

 

Wirtschaftlich kommt dieses innovative Investmentangebot der eigenen Immobilie zur Kapitalanlage sehr nahe und bietet eine spannende Alternative zur eigenen vermieteten Immobilie. Aber der Anleger muss dafür weder Hunderttausende Euro in die Hand

 nehmen, noch sich mit Mietern oder Verwaltern auseinandersetzen oder hohe Sonderumlagen aufbringen. Auch Nachschusspflichten oder zusätzliche Kosten gibt es nicht.

 

Das Objekt “Kita Winterhude” wurde von erfahrenen Immobilienexperten geprüft und von der Exporo­Tochter “Exporo Hamburg Doro GmbH” angekauft. Die Kaufpreis des Objektes betrug 9,8 Millionen Euro, die Fundingsumme, die über die Plattform exporo.de eingeworben wird, liegt bei ca. 5.100.000 Euro. Die Mieteinnahmen des Gebäudes liegen bei durchschnittlich ca. 459.000 Euro. Ab einem Betrag von 1.000 Euro können Anleger in Form einer Anleihe (Inhaberschuldverschreibung) die handelbar ist, in das Objekt investieren. Sie partizipieren über eine Laufzeit von zehn Jahre an den Mieteinkünften der Immobilie und können zudem, durch die Wertentwicklung der Immobilie, weitere Erträge im Falle eines Verkaufs des Objektes generieren. Die erwartete Rendite bei den quartalsweisen Mietüberschuss­ Auszahlungen liegt bei durchschnittlich ca. 4,488 % pro Jahr, die erwartete Gesamtrendite (Mietausschüttungen und Verkaufsgewinnbeteiligung) bei ca. 6,30 % pro Jahr.

 

Das Gebäude in der Dorotheenstraße 82 wurde 1984 in einem sehr qualitätsvollen Standard errichtet, ist unterkellert und verfügt über einen Fahrstuhl. Die beiden vermieteten Wohneinheiten sind erstklassig ausgestattet und verfügen über Dachterrassen. Eine komplette Modernisierung der Wohnungen erfolgte zuletzt im Jahr 2015. Für die Kita, in der bis zu 238 Kinder betreut werden können, wurden die unteren drei Geschosse des Gebäudes in den letzten neun Monaten komplett entkernt und mit hochwertigsten Materialien, gemäß den Anforderungen des Betreibers, ausgebaut, mit dem ein Mietvertrag über eine Laufzeit von 20 Jahren geschlossen wurde.

 

Der anmietende Betreiber der Kita, das kinderzimmer, ist mit sechzehn Standorten in Hamburgs gefragtesten Wohnlagen und weiteren Kitas in Planung einer der größten Anbieter für Kindertagesstätten in der Hansestadt. Das kinderzimmer ist ein ISO zertifiziertes Unternehmen und weist in den Kindertagesstätten einen pädagogisch abgestimmten Leistungskatalog vor. Durch kleine Gruppen mit jeweils zwei festen Bezugspädagogen und einem gruppeneigenen Springer steht die Individualität des Kindes im Vordergrund. Neben Erzieherinnen und Erziehern sind Sozialpädagogen, Kinderpfleger, Logopäden und Bewegungspädagogen beschäftigt.

 

 

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Exporo AG, Großer Burstah 31, D­20457 Hamburg, Tel.: +49 (0)40 210 91 73 0 , Fax: +49 (0)40 210 91 73 99, www.exporo.de

 

 

Langfristige Geldanlagen im 10­-Jahres Vergleich

 

Immobilienkauf hängt Gold, DAX­Fonds und Sparbuch ab

 

Immowelt hat die Wertentwicklung bei einer Investition mit einem Eigenkapitalanteil von 30.000 Euro in verschiedene Anlageformen über 10 Jahre untersucht:

 

Größter Gewinn bei Immobilien in München (+283.900 Euro), Hamburg (+173.000 Euro), Frankfurt (+162.300 Euro) / Gold (+29.100 Euro) und 10­jährige Bundesanleihen (+12.000 Euro) im unteren Mittelfeld / Schlusslichter: Sparbuch (+3.600 Euro) und Immobilie in Essen (­700 Euro) / DAX­Fonds (+44.800 Euro) durchaus lukrativ, aber noch deutlich hinter dem Immobilienkauf in Bremen (+54.900 Euro)

 

Anleger profitieren vom anhaltenden Immobilienboom. Wer im Jahr 2008 den Betrag von 30.000 Euro in eine Immobilie in München gesteckt hat und den Rest finanzierte, konnte sich nach 10 Jahren beim Verkauf über 313.900 Euro Verkaufserlös freuen. Die Investition hatte nahezu das Zehnfache an Gewinn abgeworfen. Das ergibt eine aktuelle Analyse von immowelt.de, in der mehrere langfristige Anlageformen miteinander verglichen wurden, darunter der Immobilienkauf in den 14 größten deutschen Städten. Insgesamt war der Vermögenszuwachs bei Immobilien in 11 der 14 Städte größer als bei anderen Anlageformen wie einem passiven ETF DAX­Fonds, dem Sparbuch oder Gold in Form von Münzen.

 

Immobilien in München, Hamburg und Frankfurt führen das Ranking an Die Zeiten für Anleger sind wegen der Niedrigzinsphase seit Jahren hart. Trotzdem gibt es rückblickend betrachtet sehr lukrative Investmentoptionen. Wer 2008 über ein Vermögen von 30.000 Euro verfügte und sich für eine Investition in eine Immobilie in München, Hamburg oder Frankfurt entschied, hat alles richtig gemacht. Beim Verkauf im Jahr 2017 bleiben in München im Schnitt 283.900 Euro als reiner Gewinn ­ dabei wurde von keinerlei Tilgung, sondern von einer Kreditaufnahme und dadurch anfallenden Zinszahlungen ausgegangen. Für die Analyse wurde eine 3­ bis 4­Zimmerwohnung mit 80 bis 100 Quadratmetern betrachtet und anfallende Aufwendungen wie Kaufnebenkosten, Zinsen, Rücklagen für Reparaturen, aber auch Mieteinnahmen miteingerechnet.

 

Die Immobilie in Hamburg (173.000 Euro Gewinn) und Frankfurt (162.300 Euro Gewinn) schlägt andere langfristige Anlagen ebenfalls bei weitem: Wer sein Geld lieber in Gold (Krügerrand­Münzen) steckte, hat seinen Einsatz nach 10 Jahren in etwa verdoppelt (29.100 Euro Gewinn). Beim Kauf von 10­jährigen Bundesanleihen hat sich der Wert nicht ganz veranderthalbfacht (12.000 Euro Gewinn). Am schlechtesten kommt bei der Analyse das Sparbuch weg: Es kann gerade einmal mit 12 Prozent Wertzuwachs in 10 Jahren aufwarten (3.600 Euro Gewinn).

 

DAX­Fonds lukrativ ­ Immobilien in Bremen attraktiver

 

Auch der untersuchte ETF DAX­Fonds kann sich sehen lassen. Ein sogenannter passiver DAX­Fonds bildet den Deutschen Aktien­Index ab, indem er in Aktien der dort vertretenen Unternehmen investiert. Wer als privater Anleger in einen solchen Fonds investiert, profitiert vom Kursgewinn der Aktien sowie von den Dividendenzahlungen der Unternehmen. 44.800 Euro Gewinn waren hierbei nach einer Dekade drin. Übertroffen wird dieser Wert allerdings selbst bei Immobilienkäufen in Bremen (54.900 Euro Gewinn), wo die Preise nach wie vor vergleichsweise moderat sind. Bremer Immobilien schlagen selbst Einzelaktien der Deutschen Telekom (38.100 Euro Gewinn). Lediglich in Essen hätte eine Investition in Immobilien Verlust gebracht: Bei Verkauf der Wohnung oder des Hauses nach 10 Jahren, wären von den 30.000 Euro lediglich 29.300 Euro übrig.

 

Bei Einzelaktien gilt zu bedenken: Wer alles auf ein Pferd setzt, riskiert den Totalverlust. Deswegen wurden derartige Anlagen in der Analyse lediglich als Vergleichswert herangezogen. Das Ergebnis ist trotzdem interessant: Selbst die Aktie der Deutschen Post, die in den letzten Jahren stark zugelegt hat (127.700 Euro Gewinn), schaffte es nicht in die Top 5. Hier platzierten sich ausnahmslos Immobilien in den Städten München, Hamburg, Frankfurt, Berlin und Stuttgart.

 

Der Blick zurück lässt jedoch keine automatischen Schlüsse auf die Zukunft zu: Gerade in den Topstädten München, Hamburg und Frankfurt sind die Kaufpreise inzwischen derart gestiegen, dass ein Kauf und damit der Kredit sehr hoch ausfallen. Ob der Wert einer Immobilie an diesen Standorten in den kommenden Jahren in gleicher Weise weitersteigt, ist ungewiss.

 

 

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Immowelt AG, Nordostpark 3­5, D­90411 Nürnberg, Tel.: 0911/520 25­462, Fax: 0911/520 25­15,  www.immowelt.de

 

 

Kreditmarktplatz auxmoney knackt die Milliardenmarke 

 

Dynamisches Wachstum: Im ersten Halbjahr 2018 steigert auxmoney das Volumen der neu ausgezahlten Kredite um rund 90 Prozent auf 255 Millionen Euro

 

Seit seiner Gründung hat auxmoney mittlerweile Kredite mit einem Volumen von über einer Milliarde Euro ausgezahlt. Damit festigt das Fintech­ Unternehmen seine Position als führender Kreditmarktplatz in Kontinentaleuropa. Im ersten Halbjahr 2018 hat auxmoney rund 33.000 neue Kredite mit einem Gesamtvolumen von 255 Millionen Euro ausgezahlt. Gegenüber den 135 Millionen Euro aus dem ersten Halbjahr des Vorjahres entspricht dies einem Wachstum von rund 90 Prozent. Im gesamten Jahr 2017 lag das ausgezahlte Volumen an Neukrediten bei 316 Millionen Euro. Für das laufende Jahr rechnet auxmoney mit einem Auszahlungsvolumen von über 500 Millionen Euro.

 

Auch für das kommende Jahr erwartet auxmoney hohe Zuwachsraten: „auxmoney leistet einen immer größeren Beitrag zur Kreditversorgung in Deutschland. Mit einer Milliarde Euro haben wir Kredite für über hunderttausend Menschen ermöglicht. Die zweite Milliarde haben wir bereits fest im Visier, wir planen diese bis Ende nächsten Jahres erreicht zu haben“, kündigt Raffael Johnen, CEO von auxmoney, an.

 

 

 

Verantwortlich für den Inhalt:

auxmoney GmbH, Königsalle 60F, D­40212 Düsseldorf, Tel.: 0211 542 432 59, Fax: 0211 86292745, www.auxmoney.com

 

 

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